Wesenstypen und Verhaltenseigenschaften


Das Verhalten unserer Deutschen Doggen, ihren Charakter, die Werte die ihre Persönlichkeit ausmachen,nicht nur durch gute Haltung und kluge Erziehung sondern auch schon vorab züchterisch positiv zu beeinflußen, ist den Mephisto´s ein wichtiges Anliegen. Da sich die Verhaltenszüge ebenso vererben können wie die Haarfarbe,die Kopfform und andere Körpermerkmale, mitunter in den kleinsten Einzelheiten erstaunliche Übereinstimmungen des Verhaltens, zwischen Welpen und deren Eltern und Großeltern zu beobachten sind. Es werden von uns Hunde mit starkem Behauptungstrieb von der Weiterzucht ausgeschlossen und auf weniger schwierige Gegenstücke von uns zurückgegriffen, um einen ruhigen,führigen, anhänglichen Verhaltenstyp zu züchten. Der dominante,harte kaum zu bändigende Rabauke mit ausgeprägtem Kampftrieb,viel Schärfe und wenig Bereitschaft zur Unterordnung, steht unserem Zuchtziel als leichtführiger Familienhund entgegen. Der erstrebenswerte Verhaltenstyp liegt in der Regel in der gesunden Mitte zwischen den Extremen. Aus unserer heutigen Sicht, ist es für den großen Teil der Interessenten an einem Deutschen Doggen Welpen von Vorteil,wenn sich der Rassedurchschnitt etwas nach links verschiebt,hin zum unkomplizierten,ausgeglichenen,sich gelassen verhaltenden Hund. Daher darf, oder besser gesagt muß für uns der ´züchterische Finger´ immer auf der richtigen Stelle liegen.

 


Reizschwelle

Die Reizschwelle spiegelt sozusagen den inneren nervlichen Zustand wieder. Dieser bildet je nach Art der Ausprägung, eine mehr oder weniger hohe Barriere, gegen von außen kommende Reize. Diese müssen erst eine Hürde überwinden,sollen sie als Impulse ankommen,die den Hund auch erregen und die er dann mit einer Verhaltensäußerung beantwortet.

1. Hohe Reizschwelle

Anstöße von außen müssen eine hohe Barriere überwinden und werden nur beantwortet,wenn sie sehr deutlich bzw. wenn sie lang anhaltend sind und den Hund wirklich ´aus der Ruhe bringen´. Hunde mit einer hohen Reizschwelle haben ein so genanntes stabiles Nervenkostüm,sie sind schwer reizbar.

2. Niedrige Reizschwelle

Bereits geringe bzw. nur kurzzeitig auftretende Umwelteinwirkungen dringen ohne weiters ins Nervensystem vor und lösen einen Reiz aus,auf den Hund sofort reagiert. Je nach Art des Impulses und Charakter des Tieres wird durch Erschrecken,Demutsverhalten,Flucht,Bellen,Zähne zeigen,Angriff oder auch zur Aufforderung zum Spiel, zur Liebkosung oder durch Futter betteln reagiert. Hunde mit einer niedrigen Reizschwelle haben ein so genanntes labiles Nervenkostüm,sie sind daher leicht reizbar.

3. Verhaltenssicherheit

Die Verhaltenssicherheit basiert auf einer hohen Reizschwelle,der Hund ist nicht so schnell zu beeindrucken.

4. Verhaltensunsicherheit

Das Nervenkostüm des Hundes ist labil,er ist leicht erregbar und anfällig. Die Verhaltensunsicherheit äußert sich auf Grund einer niedrigen Reizschwelle.

5. Temperament

Das Temperament äußert sich in relativ leichter Erregbarkeit und in Lebhaftigkeit. Darunter versteht man die Geschwindigkeit und die Deutlichkeit von Reaktionen auf Umweltreizen.

6. Geltungstrieb

Der Geltungstrieb äußert sich durch Eigensinn,Dickschädeligkeit und Widersetzlichkeit,bei einem Hund, der seinen Menschen nicht als ranghöheren Meutekumpan anerkennen will. Er wird versuchen sich zu behaupten, eine Rolle als Meuteführer zu übernehmen und versucht sich nicht unter zu ordnen.

7. Kampftrieb

Der Kampftrieb ist mit der menschlichen Rauflust vergleichbar, er ist Ausdruck von körperlicher Härte,Furchtlosigkeit,Schneid und Geltungstrieb.

8.Weichheit

Die Weichheit ist das Gegenteil von Härte und durch große Empfindlichkeit,sowohl in körperlicher als auch in seelischer Hinsicht gekennzeichnet. Bei schmerzhaften Erfahrungen und beängstigten Erlebnissen,zeigt sich der Hund deutlich und nachhaltig beeindruckt.

9. Unterwürfigkeit

Die Unterwürfigkeit ist eine anlagebedingte,meist aber auch erzwungene kriecherische Fügsamkeit des Hundes. Die Unterwürfigkeit ist der übersteigerte gehorsam eines wesensunsicheren Hundes ohne jeden Geltungstrieb.

10 Unterordnungsbereitschaft

Die Unterordnungsbereitschaft ist als Rang anzusehen,dem Ranghöheren nachzugehen und zu folgen. Das stzt voraus das er seine psychische und physische Überlegenheit deutlich gemacht hat und eindeutig die Stellung des Meuteführers einnimmt.

11. Führigkeit

Die Führigkeit drückt sich in der Bereitwilligkeit aus,dem Willen des Meuteführers Mensch gefügig zu sein,sie ist die Folge von Unterordnungsbereitschaft.

Härte

1. Physische Härte

Die physische Härte äußert sich in Schmerzunempfindlichkeit.

2. Psychische Härte

Bei einem psychisch harten Hund werden unangenehme Erlebnisse hingenommen und sofort weggesteckt,sie beeindrucken den Hund nicht.

Es ist jedoch für einen Leien und den selbst ernannten Hundexperten sehr schwierig hinter die Fassade des Verhaltens eines Hundes zu sehen. Ist die auftretende Agression eines Hundes vererbt oder ist sie anerzogen,ist die Beeindruckbarkeit eines anderen Hundes angeborenes oder von außen geschaffenes Verhalten ? Oder ist die Führigkeit eines Hundes insbesondere eine Folge von fehlendem Geltungstrieb oder eher von antrainierten Gehorsam ? Der Umfang und die Deutlichkeit dieser Verhaltensweisen lassen sich, da sie ja nun auch genetisch bedingt sind, in der Zuchtauswahl der Elterntiere bereits Drücken oder auch Steigern. An uns Züchtern liegt es nun den gewünschten Wesenstyp im Zuchtprogramm zu festigen. Die neuen Besitzer eines Welpen haben die Aufgabe gewünschte Verhaltensweisen durch liebevolle,konsequente Einflußnahme unter Beachtung der psychischen Struktur ihres Hundes, ab der Übernahme vom Züchter zu fördern. Jedoch ist unerwünschtes Verhalten auch schon von klein an, jedoch dem Hund gegenüber angemessen zu unterdrücken. Diese Gemeinschaftsaufgabe von Züchtern und Besitzern gilt es zu meistern !
 



   
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