Aufzucht


Ernährung

 


Die Deutsche Dogge schickt man nicht nach Bratwürsten.

Wichtige Fütterungsregeln !

1. Qualität geht vor Quantität
2. Die Deutsche Dogge ist kein Müllschlucker
3. Gefüttert wird zweimal am Tag
4. in etwa zur selben Zeit aber am selben Ort
5. Frißt der Hund nicht alles auf, wird die nächste Mahlzeit reduziert
6. Reste dürfen nicht im Napf bleiben
7. Die Fütterschüssel wird nach jeder Mahlzeit mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt
8. Frisches Wasser muß der Deutschen Dogge jederzeit zugänglich sein

Für die Gesunderhaltung der Deutschen Dogge spielt die Ernährung eine besondere Rolle und ist somit Grundvoraussetzung für eine gute Entwicklung. Achtung ! Denke aber daran,man kann aber immer auch zuviel des Guten füttern. Jeder einzelne Hund unserer Rasse Deutsche Dogge hat seinen eigenen Energiebedarf der trotz gleichen Alters,gleichen Geschlechts und Aktivitätsspiegel unterschiedlich sein kann. Der Besitzer einer Deutschen Dogge hat heute die Wahl zwischen den vielfältigen Angeboten von Fertignahrung (Naturavet) oder selbst zubereitetem,artgerechten Frischfutter (BARF - Biologisch Artgerechtes Rohes Futter). Wichtig ist nur,das ihre Deutsche Dogge alle wichtigen Aufbaustoffe wie Mineralien,Vitamine und Fleisch aufnehmen kann. Als langjährige Züchterin der Rasse Deutsche Dogge kann ich nur immer wieder darauf hinweisen,das sich jeder der Bedeutung der gesunden Ernährung,für eine gute allgemeine gesundheitliche Entwicklung, der Knochenentwicklung und Skelettbildung bewusst sein sollte. Werden die gut gemeinten Ratschläge des Deutschen Doggen Züchters dahingehend nicht beachtet,kann es zu ernährungsbedingten, folgenschweren Deformationen des Skellets kommen. Die Deutsche Dogge stellt also bei der Ernährung besondere Anforderungen bei der Zusammensetzung sowie auch bei der täglichen Verabreichung des Futters. Man gebe großen Hunden unserer Rasse das Futter aus einem im Handel erhältlichen Gestell oder auf einem erhöhten Platz. Die Deutsche Dogge benötigt Ruhe bei der Nahrungsaufnahme und auch hier eine konsequente Erziehung. Das Hauptgetränk für unsere gesunde Deutsche Dogge ist Wasser,bei der sich eine mangelhafte Versorgung ebenfalls schwerwiegend auf den Gesundheitszustand auswirken kann.
 


Bewegung
 


Mangelnde Bewegung ist mit einer der Hauptgründe für die Entstehung von Krankeiten bei Hunden,durch körperliche Bewegung sollen aber Muskeln aufgebaut und erhalten bleiben. Die Bewegung ist das Gegenteil von Stillstand,der Körperbau des Hundes ist der eines erfolgreichen Jägers,bei dem drei Bestandteile wie die Muskeln,die Sehnen und die Knochen eine Rolle spielen. Deshalb reichen Spaziergänge ohne ausreichende körperliche Belastung und geistige Anstrengung bei unseren Deutschen Doggen oft nicht aus. Die Spaziergänge müssen jedoch je nach Alter und körperlichen Zustand unserer Deutschen Dogge angepasst sein. Für eine wirklich gute körperliche Belastung eigen sich Touren mit ihrer Deutschen Dogge neben dem Fahrrad,geistige Betätigung kann man durch den Einbau von Apportierspielen auf Spaziergängen fördern. Bei Radtouren können Sie bei unserer Rasse frühestens mit einem Jahr beginnen die Deutsche Dogge auf kleine Touren mitzunehmen,das Tempo bestimmt dabei unser Hund. Eine weitere Möglichkeit,ist da Betreiben von Hundsport in einem Verein oder einer Hundeschule mit kompetenten Fachkräften,da dies eine Mischung aus geistiger und körperlicher Beschäftigung ist. Nicht jede angebotene Sportart eignet sich jedoch für die von uns gezüchtete Rasse.
 


Erziehung
 


Ein Hund der nicht arbeiten darf,stumpft ab,verkümmert seelisch und ist eine bedauernswerte Kreatur.
Eberhard Trumler

Eine Deutsche Dogge muß sein ganzes, hoffentlich langes,schönes Leben lang erzogen werden und man beginnt damit so früh wie möglich. Das Grundübel der meisten Probleme,sind Hundehalter mit ungehorsamen und agressiven Deutschen Doggen. Der Verantwortungslosigkeit einiger Hundebesitzer unserer vierbeinigen Begleiter,hat die Gesetzgebung daher leider einen Trend in Richtung gegen den Hund gesetzt. Das Maß an Freiheit,das Sie ihrer Deutschen Dogge auf Spaziergängen bieten können,hängt in erster Linie von ihrem Gehorsam und ihrer Sozialisierung ab. Daher ist eine frühe Konfrontation mit Menschen,Artgenossen,anderen Tieren und allen möglichen Umweltreizen undedingt erforderlich. Das Zusammentreffen,Toben und Spielen mit anderen Hunden egal welcher Rassen,trainiert den Welpen oder Junghund in seinem Sozialverhalten. Einfache Erziehungsübungen zur Festigung des Grundgehorsams (Kommandos: Hier,Sitz,Platz oder Steh) werden in den normalen Tagesablauf und den täglichen Spaziergängen mit eingebaut. Durch liebevolle,jedoch konsequente und fachlich fundierte Erziehung machen Sie ihre Deutsche Dogge zu einem unkomplizierten Begleiter in allen Situationen des Alltags. Es beginnt jedoch mit der Auswahl des richtigen Züchters, da die Prägung eines Deutschen Doggen Welpen für die seelische Entwicklung in der 4. bis 7. Lebenswoche von höchstem Stellenwert ist. Daher ist es in dieser kurzen Zeitspanne für die Entwicklung des Deutschen Doggen Welpen von größter Wichtigkeit,optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Alle gesammelten positiven und auch negativen Erfahrungen werden das Wesen und den rassespezifischen Charakter unserer zukünftigen,vierbeinigen Begleiter formen. Nach dem Kauf eines Welpen aus unserer Zuchtstätte empfehlen wir die Fortsetzung des bereits erlernten zur Festigung unter Ablenkung,in einer Hundeschule mit jedoch ausgezeichneten Fachkräften weiter zu arbeiten. Mit einer Deutschen Dogge und einem Besitzer die beide gerne mit Freude auf dem Hundplatz arbeiten,können Sie beruhigt eine Begleithundeprüfung (BHP)anstreben und mit Sicherheit auch ablegen.
 


Welpen
 



Auch der grösste Hund war einmal ein Welpe.

Auch für den Deutschen Doggen Welpen sind frühzeitige Prägung und Sozialisierung unabdingbar wichtig. Im zarten Welpenalter wird durch den Sozialkontakt zu Artgenossen aber auch mit Mensch und Umwelt der Grundstein für einen selbstsicheren,unerschrockenen und ruhigen Begleiter gelegt. Als soziales Wesen soll der künftige Welpe aus unserer Zuchtstätte ein echtes Familienmitglied werden,er braucht daher viel Zeit,Zuwendung,Pflege und ist deshalb auf Sie angewiesen. Die neuen Besitzer übernehmen also die Verantwortung ob er ein gutes Leben haben wird und er wird es Ihnen sicher mit bedingungsloser Liebe danken. Unsere Deutschen Doggen Welpen gedeihen am besten, wenn Fütterung,Auslauf, Spielen und Schlafen immer zur gleichen Zeit stattfinden. Für eine optimale Entwicklung sind unsere Welpen unter ständiger Beobachtung,alle Notizen darüber (fortlaufende Gewichtskontrolle,Vitalität der Welpen,Beschaffenheit des Kotes) werden in unserem Zwingerbuch vermerkt. Regelmäßige Bewegung eines Deutschen Doggen Welpen ist wichtig,darf jedoch nicht übertrieben oder vieleicht sogar noch erzwungen werden. Eine schnellwüchsige Rasse, die im ersten Lebensjahr fast ihre Endgröße erreicht,erfordert in der Aufzucht eine gewisse Umsicht. Wir selbst bieten bei jedem unserer Würfe eine Welpenspielgruppe an, in der sich die Wurfgeschwister und auch Welpen anderer Rassen regelmässig zusammenfinden können. Abgesehen von unserem persönlichen Kontakt,können sich unsere Welpen und Junghundebesitzer hier kennenlernen und über den aktuellen Stand der Wachstumsphasen ihrer Schützlinge austauschen.

Riesenrassen ab 45 kg - Alter Tier/Mensch im Vergleich

Tier und Mensch

6 Monate = 8 Jahre

1 Jahr = 14 Jahre

18 Monate = 18 Jahre

2 Jahre = 22 Jahre

3 Jahre = 31 Jahre

4 Jahre = 40 Jahre

5 Jahre = 49 Jahre

6 Jahre = 58 Jahre

7 Jahre = 67 Jahre

8 Jahre = 76 Jahre

9 Jahre = 85 Jahre

10 Jahre = 94 Jahre

11 Jahre = 100 Jahre
 


Pflege und Hygiene
 


Das kurze und glatte Haarkleid der Deutschen Dogge bedarf eigentlich nur eines geringen Pflegeaufwandes. Das regelmäßige Bürsten (kurznoppige Gummibürste) und Abwischen mit einem feuchten Tuch oder Lederlappen reichen normalerweise aus. Es ist nur in Ausnahmesituationen eine Reinigung mit Trockenshampoo,ein Vollbad oder eine Dusche zu empfehlen. Die Augen, Ohren,Zähne und Krallen sind täglich zu kontrollieren. Die Deutsche Dogge neigt auch des öfteren zu wässrigem Augenausfluß, den man am besten mit einem angefeuchteten Tuch wegwischt. Die Ohren werden regelmäßig mit Wattepads gereinigt,das Gebiss ist zu kontrollieren,vorhandener Zahnstein zu entfernen und die Zehennägel ihrer Deutschen Dogge müssen kurz gehalten sein. Zur Verhinderung der Bildung von Liegeschwielen an den Gelenken sollte es vermieden werden, das ihre Deutsche Dogge längere Zeit auf harten Böden liegt. Der dadurch bedingten unschönen Hornhautbildung beugt man ehesten vor,in dem man die entsprechenden Gelenkstellen nach gründlicher Reinigung mit Melkfett eincremt. Vorsicht vor scharfen Kanten in vor allem engen Räumen, an denen sich ihre freundliche,schwanzwedelnde Deutsche Dogge die Rute aufschlagen kann. Auf Grund einer mangelnden Durchblutung dieses Körperteils einer eimal aufgeschlagenen Rutenspitze,kann dies dann bis zu einer notwendigen Amputation von zumindestens einem Teil der Rute führen.

 


Gesundheitliche Probleme
 


Die Gesundheit ist nicht alles,aber ohne sie ist alles nichts. Arthur Schopenhauer
 


Hüftgelenksdysplasie (HD)
 


Beurteilung im internationalen Vergleich:

HD A = normal

HD B = fast normal

HD C = leichte HD

HD D = mittlere HD

HD E = schwere HD

Bei der Hüftgelenksdysplasie (HD) handelt es sich um eine Entwicklungsstörung des Hüftgelenks, welche ein- oder beidseitig auftreten kann und sich im wesentlichen in einer Abflachung der Hüftgelenkspfanne und daraus resultierender Inkongruenz des Hüftgelenks zeigt. Dadurch fehlt dem Oberschenkelkopf der feste Halt, das wiederum eine unregelmäßige Abnutzung von Oberschenkelkopf und Hüftgelenkspfanne zur Folge hat. Die klinisch sichtbaren Auswirkungen sind Lahmheiten unterschiedlichen Grades, verursacht durch nicht immer deutlich lokalisierbare Schmerzen, desweiteren Muskelschwund und Gelenkverschleiß (Arthrose). Eine sichere Diagnose kann nur durch eine Röntgenuntersuchung gestellt werden. Hüftgelenksdyspasie (HD) tritt zwar bei der Geburt eines Welpen nicht sichtbar zu Tage, die Veranlagung zu ihrer Entstehung ist aber bereits vorhanden. Durch Haltungs- und Ernährungsfehler kann Hüftgelenksdysplasie (HD) begünstigt, aber niemals verursacht werden. Die Diagnose Hüftgelenksdysplasie (HD) bedeutet keinesfalls das sofortige Todesurteil, da die betroffenen Deutschen Doggen oftmals erst im Alter Lahmheit zeigen. Das Leiden läßt sich nicht beheben, wohl aber die Beschwerden sind zu lindern.
 


Ellenbogengelenksdysplasie (ED)
 


Beurteilung in der Kynologischen Gesellschaft für Deutsche Doggen (KyDD)

ED 0 = normal

ED 1 = leichte ED

ED 2 = moderate ED, primäre Läsion

ED 3 = schwere ED

Die Ellenbogengelenksdysplasie (ED) ist eine erblich bedingte Erkrankung des Ellenbogengelenks und wird durch die ungenügende Verwachsung eines Knochenkernes mit der Speiche verursacht. Dieser Knochenkern sollte im Alter von vier bis fünf Monaten mit der Speiche verwachsen sein. Bleibt das aus, ist das Ellenbogengelenk instabil und es entwickelt sich eine chronische Ellenbogengelenksentzündung.

Die für unsere Hunde offiziellen Röntgenuntersuchungen auf (HD/ED) erfolgen nach den Bestimmungen unseres Zuchtverbandes, der Kynologischen Gesellschaft für Deutsche Doggen (KyDD), ab einem Alter von 15 Monaten.
 


Magenumdrehung
 


Eine der gefürchtesten Krankheiten ist die Magendrehung, sie tritt bei Deutschen Doggen wie auch anderen Hunderassen häufiger auf. Es kommt dabei zu einer starken Aufgasung des Magens und sekundären Veränderungen (Magendrehung, Milzverlagerung, Kreislaufkollaps). Es ist bisher nicht bekannt, was die Drehung des Magens wirklich auslöst, jedoch liegen wahrscheinlich anatomische wie auch funktionelle Voraussetzungen vor. Der Magen besitzt allgemein eine sehr große Beweglichkeit weil weil er nur an der Speiseröhre hängt, die an der Stelle ihres Durchtritts durch das Zwerchfell gehalten wird. Von diesem Punkt aus hängt der Magen frei gegen den Unterbauch in die Bauchhöhle herab. Damit kann er sich bis zu einem gewissen Grad um seine eigene Längsachse drehen. Doch wie die Drehbewegung und um wie viel Grad sie einsetzt, wodurch dies ausgelöst wird und wie häufig dies geschieht, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Die Magendrehung kommt oft bei Deutschen Doggen vor, welche nur einmal täglich gefüttert werden. Die ersten Symptome treten innerhalb von fünf Minuten bis Stunden nach der letzten Mahlzeit auf: Würgen, Hecheln, starkes Speicheln, Unruhe, schwere Atmung, gespannte Bauchdecke, aufgetriebener Bauch. Es ist lebenswichtig für ihre Deutsche Dogge, die drohende Magendrehung rechtzeitig zu erkennen, da die Erkennung im Frühstadium das Leben ihres geliebten Vierbeiners retten kann. In dieser frühen Phase ist die Aussicht auf eine erfolgreiche Operation und rasche Gesundung groß.
 


Augenkrankheiten
 


Ektropium
 


Das Ektropium äußert sich durch starkes Herunterhängen der Lider. Dadurch wird die Bindehaut deutlich sichtbar, ist nicht geschützt und die Deutschen Doggen neigen dann zu chronischen Bindehautentzündungen. Der Abfluß der Tränenflüssigkeit ist nicht gewährleistet und somit können die Lider ihre eigentliche Schutzfunktion nicht wahrnehmen. Betroffene Deutsche Doggen sind daher auch anfällig für Hornhautverletzungen. In ausgeprägten Fällen muß ein Ektropium operiert werden. Leider schenken viele Züchter, Ausstellungsrichter und vor allem verantwortliche Funktionäre diesem gesundheilichen Problem kaum Beachtung, oder versuchen es mit fadenscheinigen Argumenten zu verdrängen. Das Ektropium scheint leider auch bei der Deutschen Dogge ein typisches Rassemerkmal zu werden. In mehreren Ländern bei bestimmten Rassen, werden deshalb schon seit Jahren sytematisch und professionell Vorsorgeuntersuchungen auf erbliche Augenerkrankungen durchgeführt.
 


Entropium
 


Unter dem Begriff Entropium versteht das Einrollen eines Lides, in der Regel ist das Unterlid davon betroffen. Solange die Deutschen Doggen Welpen ihre Augen geschlossen halten, ist die Lidstellung normal. Nach dem Öffnen der Augen kommt es dann aber bald zum Einrollen des Lides und damit zu einer relativ starken Reizung des betroffenen Auges. Es kann aber auch zu Hornhautveränderungen führen, im schlimmsten Fall kommt es zu einem Hornhautgeschwür. Dieses Hornhautgeschwür kann sogar durchbrechen was den Verlust des Auges ihrer Deutschen Dogge bedeuten würde. Betroffene Deutsche Doggen müssen aus der Zucht ausgeschlossen werden, auch wenn Sie durch einen operativen Engriff eine normale Lidstellung erhalten haben.
 


Dilatative Kardiomyopathie (DCM oder DKM)
 


Das Herz ist der Motor des Lebens.
Ein Pumpwerk von unerreichter Ausdauer und Präzision, unermüdlich schlägt es von der Geburt bis zum Tod unseres Hundes. Das Herz schlägt je nach Größe und Rasse zwischen 80 und 120 mal pro Minute, man findet es am besten auf der linken Seite zwischen dem 3. und 6. Zwischenrippenraum. Dieses zentrale Pumporgan im Blutkreislauf läßt den Blutstrom in den Gefäßen immer in eine Richtung fließen. Die Herzerkrankungen beim Hund entstehen oft durch Schädigung der Herzklappen oder des Herzmuskels. Fast jedes zehnte Hundeherz soll funktionsgestört sein, bei der Deutschen Dogge lassen sich nicht selten Herzmuskelerkrankungen nachweisen. Dilitation heißt Erweiterung oder auch Vergrößerung, die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist also eine Erkrankung des Herzmuskels bei der sich das Herz erweitert und schwach schlägt. Die Leistung eines Muskels und speziell in diesem Fall, ist die Auswurfleistung des Herzens unzureichend, es liegt demnach eine Pumpschwäche der Herzmuskulatur vor. Das herauspumpen des mit Sauerstoff angereicherten Blutes in die Muskulatur und Organe ist gestört, es können Störungen des Herzrhytmus, Herzstillstand, plötzlicher Tod der Deutschen Dogge folgen. Bei den Ursachen von Herzerkrankungen unterscheidet man jedoch zwischen den angeborenen, den erworbenen und den erblichen Erkrankungen. Angeboren bedeutet, das der Welpe bereits seit seiner Geburt diese Erkrankung hat, dies ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff erblich. Angeborene Krankheiten können verschiedene Ursachen haben, es können Entwicklungsstörungen des Fötus, Verletzungen im Mutterleib, Geburtstraumata aber unter Umständen auch gewisse erbliche Komponenten eine Rolle spielen. Erworben bedeutet, das der Hund diese Erkrankung im Laufe seines Lebens, also erst nach der Geburt erworben hat. Dies ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff, durch Haltungsfehler erworben. Für erworbene Krankheiten können sowohl Haltungsfehler als auch ererbte Merkmale eine Rolle spielen. ` Erworben `ist aber nicht gleichbedeutend mit `nicht vererbt`. Erblich bedeutet, das der Hund diese Erkrankung von mindestens einem Elternteil geerbt hat. Dies ist keinesfalls gleichzusetzen mit dem Begriff ´angeboren´. Für die Tatsache der Erblichkeit einer Erkrankung ist es nicht von Bedeutung, ob diese Krankheit nun angeboren ist oder sich im Laufe des Lebens entwickelt hat, daher erworben wurde. Hier zählen einzig und allein die genetischen Grundlagen. Es kann verschiedenen Hinweise geben, das ihre Deutsche Dogge an einer Herzerkrankung leidet. (Husten, Leistungsschwäche, blaue Zunge, blaue Schleimhäute, Atemnot, schnelle Atmung, Ohnmachtsanfälle, Einstellen der Futteraufnahme, Bauchwassersucht) Deshalb betrachten wir es als sinnvoll, die von uns zur Zucht eingesetzten Deutschen Doggen, auf diese Krankheit hin durch eine Herzultraschalluntersuchung untersuchen zu lassen.
 


Wobbler - Syndrom
 


Die Erkentnisse über diese Krankheit gehen in erster Linie auch hier von einer ererbten, genetisch bedingten Anlage, für große und sehr große Hunde aus. Beim Wobbler-Syndrom ist das Rückenmark unserer Deutschen Dogge aber auch durch entwicklungsbedingte und erworbene Abnormitäten der Halswirbelsäule geschädigt. Es können eine Verengung im Wirbelkanal, Instabilität der Halswirbel, sowie ein Bandscheibenvorfall oder eine hervorgerufene Verdickung des Faserings am Halswirbel in Frage kommen. Die Verengung des Wirbelkanals kann an verschiedenen Halswirbeln auftreten, zur Schädigung und zum Abbau von Nervengewebe mit schmerzhaften Erscheinungen führen. Therapeutisch kommt beim Wobbler-Syndrom mit ausgeprägten neurologischen Erscheinungen, eigentlich nur ein chirurgischer Eingriff in Frage. . . . . .


   
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