Gesundheit


Jede Hunderasse hat ihre rassespezifischen Probleme . . .

 


Primäre Linsen Luxation (PLL)
 


Eine der Geiseln der Rasse,ist die Primäre Linsen Luxation (PLL),eine sehr schmerzhafte,vererbbare und Blindheit verursachende Augenkrankheit,die den Miniatur Bullterrier aber auch viele andere Hunderassen betrifft. Bei den betroffenen Hunden führen die ringförmigen Fasern,die den Linsenausfall oder die Auflösung der Linse unterstützen dazu,das die Linsen in eine falsche Position im Auge abfallen. Wenn die Linse in die vordere Kammer des Auges rutscht,können der´Grüne Star´oder auch der Verlust des Augenlichts eine schnelle Folge sein. Die Wissenschaftler der Animal Health Trust (AHT) in England,haben eine Mutation die mit der Entwicklung der Primären Linsen Luxation (PLL) assoziiert wird, nun glücklicher Weise identifizieren können. Der DNA Test der nun angeboten werden kann,analysiert die DNA jedes Hundes,der auf die An- und Abwesenheit dieser präzisen Mutation getestet wird. Somit ist dieser DNA Test ein ´auf die Mutation basierender´und nicht ein´auf die Verbindung basierender´DNA Test. Den Züchtern werden die Ergebnisse zugesendet,die ihren Miniatur Bullterrier dann in eine der drei Kategorien einteilen.

Frei/Clear

Diese Miniatur Bullterrier haben zwei normale Kopien der DNA. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben,das Frei/Clear getestete Miniatur Bullterrier, die Primäre Linsenluxation (PLL) als Folge der getesten Mutation nicht entwickeln können. Dennoch kann die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden,das sich die Primäre Linsen Luxation (PLL) auf Grund anderer Ursachen,wie Traumata oder durch Folgen von anderen unidentifizierten Mutationen entwickelt. Der technische Aufwand ist relativ groß da ein spezielles Meßgerät für die Untersuchung benötigt wird. Man kann diese Untersuchung jedoch schnell,problemlos und ohne Schmerzen für den Hund durchführen.

Träger/Carrier

Diese Miniatur Bullterrier haben eine Kopie der Mutation und eine normale Kopie der DNA. Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt,das Träger ein sehr geringes Risiko haben,die Primäre Linsen Luxation (PLL) zu entwickeln. Die Mehrheit der Träger entwickeln die Primäre Linsen Luxation (PLL) nicht während ihere Lebzeiten,aber ein kleiner Prozentsatz jedoch schon. Die Zahl der Träger die die Primäre Linsen Luxation (PLL) entwickeln,wird zwischen 2% und 20 % geschätzt,obwohl davon ausgegangen wird,das der wahre Prozentsatz eher bei 2% als bei 20 % liegt. Gegenwertig weiß man noch nicht,warum manche Träger diesen Zustand entwickeln,während die Mehrheit dies nicht tut. Man empfielt daher,das alle Träger ab dem 2.Lebensjahr,alle 6-12 Monate während ihres gesamten Lebens von einem Augentierarzt untersuchen zu lassen.

Genetisch beeinträchtigt/Genetically Affected

Diese Miniatur Bullterrier haben leider zwei Kopien der Mutation und werden beinahe alle die Primäre Linsen Luxation (PLL) während ihres Lebens entwickeln. Es wird daher angeraten alle genetisch beeinträchtigten Miniatur Bullterrier,alle 6 Monate ab dem 18.Lebensmonat von einem Augentierarzt untersuchen zu lassen,um die medizinischen Anzeichen der Primären Linsen Luxation (PLL) so früh wie möglich zu erkennen.

Mehr Informationen und Neuigkeiten über die Entwicklung genetischer Untersuchungen erhalten Sie beim Labor für Klinische Diagnostik Laboklin Dr. Elisabeth Müller (Firmenleitung), Steubenstraße 4 in 97688 Bad Kissingen.
 


Audiometrische Untersuchung
 


Die audiometrische Untersuchung beim Miniatur Bullterrier oder auch vieler anderer Hunderassen,beruht auf der Ableitung sogenannter Früher Akustisch Evozierter Potentiale (FAEP) und ist der einzige,objektive Gehörtest,um ein- und beidseitige Taubheit,aber auch unterschiedliche Formen und Ursachen von Schwerhörigkeit festzustellen. Reduziertes Hörvermögen kann auf Grund einer Behinderung der Schallleitung durch das Aussen-und Mittelohr,oder durch ein Problem bei der Aufnahme oder Weiterleitung der Schallwellen im Innenohr zustande kommen. Die häufigsten Ursachen einer Schwerhörigkeit sind erworbene Ursachen wie die Altersschwerhörigkeit die meist ab dem 9.Lebensjahr auftritt. Es ist hierbei typisch,das ein langsames und deshalb oft unbemerktes Abnehmen des Hörvermögens eintritt. Der konduktive Hörverlust (Schallleitung oder auch Schallempfindunsstörung), kann durch wiederholte Ohrenentzündungen (Aussen-und Mittelohr),Haare und Ohrenschmalz,Verstopfung des Gehörgangs oder auch ergüssen in der Paukenhöhle entstehen. Es steht hierbei selten das verminderte Hörvermögen im Vordergrund,vielmehr sind Schmerzen und Juckreiz im Ohrenbereich die Gründe für die Vorstellung bei einem Tierarzt. In selteneren Fällen können auch Tumore im Ohren bereich die Gründe für die Vorstellung sein. Im Gegensatz dazu steht die erblich bedingte Taubheit,die beim Miniatur Bullterrier und vielen anderen Rassen vorkommen kann. Diese wird von den Eltern auf die Nachkommen vererbt und ist eine sensorineurale Taubheit (angeboren,vererbt),da sie auf einem Verlust der Sinneszellen im Innenohr beruht. Diese erblich bedingte Taubheit entwickelt sich in den ersten 5 Lebenswochen des Welpen und ist ab diesem Zeitpunkt entgültig. Bei der audiometrischen Untersuchung sind bei einem tauben Ohr keine Potentiale ableitbar und somit ist eine enseitige als auch beidseitige Taubheit eindeutig feststellbar. Ein Hörverlust nach einem kurzen Knalltrauma ist in der Regel reversibel und wird daher wieder verschwinden.

Mehr Informationen und Neuigkeiten über die Entwicklung der Audiometrischen Untersuchung erhalten Sie bei der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin Präsident Dr. Jean C. Pfister, Rue Marterey 52 in 1005 Lausanne
 


Progressive Retina Atrophie (PRA)
 


Die Progressive Retina Atrophie (PRA) ist ein übergeordneter Sammelbegriff von erblich bedingten Netzhautdegenarationen,die in jedem Fall zur Erblindung des Auges führen. Die Ursache dieser Netzhautdegenaration liegt leider auch in einem Gen-Defekt. Die Erkrankung kann schon mit 12 Wochen,frühe Form der Progressiven Retina Atrophie (PRA) bei anderen erst mit 3-6 Jahren,späte Form der Progressiven Retina Atrophie (PRA) auftreten. Es gibt bisher keinerlei Medikamente oder operative Maßnahmen um die Progressive Retina Atrophie (PRA) zu heilen. Für eine ganze Reihe von Hunderassen, wie zum Beispiel beim Miniatur Bullterrier,ist zumindestens ein Gen -Test zum Nachweis der Progressiven Retina Atrophie (PRA) vefügbar. Durch den Netzhautschwund wird die Netzhaut des Auges,durch lokale Stoffwecheselstörungen im Gewebe der Netzhaut kontinuierlich zerstört. Zuerst besteht ein verschlechtertes sehen im Dämmerlicht (Nachtblindheit) und der Besitzer merkt mit langsamen Fortschreiten der Erkrankung,die weiten Pupillen seines Hundes und das Durchscheinen eines grünlich,leuchtenden Reflexes. Die Nachtblindheit ist nun deutlich ausgeprägt und bei Tag sieht der Hund auch wesentlich schlechter (Tagblindheit),bis der Hund im Enstadium der Erkrankung ganz erblindet ist. Bei vielen Hunderassen hat die Progressive Retina Atrophie (PRA) eine Linseneintrübung (Grauer Star) zur Folge. Für ihre Besitzer und ihren Hund ist es wichtig,das die langsame Degeneration der Netzhaut ihrem vierbeinigen Freund keine Schmerzen bereitet. Auch der blinde Hund kann mit dementsprechender Behutsamkeit, in seiner Familie ein langes ,erfülltes Leben führen.

Mehr informationen erhalten Sie auch unter: Tierärztliche Praxis für Augenheilkunde Dr. med. vet. B. Hafemeister
 


Herz - Untersuchung
 



Mehr Informationen erhalten Sie auch unter: Medizinische Kleintierklinik der Ludwig-Maximilian-Universität München
 


Nieren - Untersuchung
 


Die Nierenerkrankungen sind durch funktionelle oder strukturelle Abnormitäten in einer oder beider Nieren gekennzeichnet. Die schwere der Nierenerkrankung und damit auch klinischen Präsentation oder auch Darstellung,sind abhängig vom Ausmaß der Läsion,also der Verletzung oder Beschädigung der Nieren.

Polyzistische Nierenkrankheit (PKD)

Die Polyzistische Nierenkrankheit (PKD) ist leider auch eine genetisch bedingte Erkrankung,bei der es zur Bildung von flüssigkeitsgefüllten Zysten überall in der Niere kommt. Die langfristige Folge ist einen Niereninsuffizienz und schließlich ein chronisches Nierenversagen. Die Ursache für diese Form der Erkrankung ist eine Mutation in den Genen,daraus folgt eine Fehlfunktion, die jedoch für die Erhaltung der Nierenstruktur wichtig ist. Die Polyzistische Nierenkrankheit (PKD) wird durch Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren diagnostiziert.



Urin-Protein-Kreatinin-Quotient (UPC)

Eine erhöhte Eiweißausscheidung im Urin,ist ein wichtiger Parameter in der Diagnostik und Verlaufskontrolle renaler/chronischer Nierenerkrankungen. Der Urin-Protein-Kreatinin-Quotient (UPC) ist ein einfacher Test,wieviel Protein geht durch die Nieren verloren und bestimmt,ob der Verlust ein gesundheitliches Risiko für den Hund darstellt. Der Test beinhaltet das Messen der Menge an Protein und Kreatinin in einer Urinprobe. Erhebliche Proteinverluste über die Nieren sind beunruhigend,denn das Protein ist eine wertvolle Substanz,die für die langfristige Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Hunde benötigt wird.

Mehr Informationen und Neuigkeiten bei Nierenerkrankungen (Diagnostik aus Blut und Harn) erhalten Sie beim Labor für Klinische Diagnostik Laboklin. Dr. Elisabeth Müller (Firmenleitung) Steubenstr. 4 in 97688 Bad Kissingen
 


Patellaluxation (PL)
 


Die Patellaluxation (PL) ist eine Verrenkung der Kniescheibe,die aus der Führungsrinne herausgesprungen ist und sich dann nach innen oder außen verlagert hat. Die Ursache für die Entstehung der Krankheit ist nicht völlständig geklärt. Je nach Art der Erkrankung unterscheidet man bei Hunden nach vier Schweregraden. Die Patellaluxation (PL) kann angeboren sein,was besonders bei kleineren Rassen vorkommt,aber auch durch äußere Einwirkungen bedingt sein. Die Erkrankung ist meist nicht von Geburt an vorhanden,sondern entwickelt sich während des Wachstums innerhalb des ersten Lenbensjahres. Bei frühem Erkennen kann mit einer entsprechenden Behandlung dem Hund geholfen werden,damit es nicht zur Entstehung von Gelenksschäden kommt.

Grad 0

Die Kniescheibe kann in keiner Gliedmaßenstellung aus der Gleitrinne gedrückt werden.

Grad 1

Die Kniescheibe kann aus ihrer Gleitrinne gedrückt werden,springt aber bei Einstellen des Druckes spontan wieder zurück.

Grad 2

Die Kniescheibe kann vollständig aus der Gleitrinne luxiert werden,springt allerdings erst nach Bewegung der Hintergleidemaßen,oder bei manuellem Druck zurück.

Grad 3

Die Kniescheibe wird bei der Untersuchung schon luxiert vorgefunden,eine Reposition ist möglich. Nach einstellen der Manipulation springt die Kniescheibe allerdings spontan wieder aus der Gleitrinne.

Grad 4

Die Kniescheibe befindet sich permanet außerhalb ihrer Gleitrinne und kann auch nicht in die Normalstellung gebracht werden.
 


Cranio - mandibuläre Osteopathie (CMO)
 


Bei der Cranio-mandibulären Osteopathie (CMO) handelt es ich um eine sehr schmerzhafte Erkrankung im Bereich des Schädels,dem Kiefer beim Hund,mit jedoch nicht entzündlichen Auftreibungen an den Unterkieferästen in der näheren Umgebung der Kiefergelenke. Bei dieser Art der Erkrankung wurde ein Erbdefekt nachgewiesen,der genaue Erbgang ist jedoch nicht bekannt. Die Cranio-mandibulare Osteopathie (OCM) tritt in der Wachstumsphase ihres Hundes in einem Alter von 4-10 Monaten auf. Das Öffnen des Fanges ist nur noch unter starken Schmerzen möglich,der Hund ist daher nicht mehr in der Lage sein Futter ordentlich aufzunehmen. Die Umfangsvermehrungen in Form von blumenkohlartigen Auswucherungen wachsen über Monate im Unterkiefer,die Hunde können in dieser Zeit auch Fieber entwickeln und an Gewicht verlieren. Die Prognose für einen Heilung kann jedoch als günstig bezeichnet werden,da sich die Wucherungen oftmals spontan zurück bilden.

Mehr Informationen und Neuigkeiten über die Entwicklung bei der Untersuchung der Cranio-mandibulären Osteopathie (CMO) erhalten Sie auch bei der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin
 


Trachealstenose/Luftröhrenverengung
 


Die Trachealstenose stellt eine segmentale Verengung der Luftröhre dar. Die Luftröhre ist als alleiniges,zentrales Atemrohr der entscheidende Atemweg für unsere Hunde. Während die angeborene Form der Luftröhrenverengung selten ist,sind erworbene Stenosen relativ häufig als Folge von Entzündung und Fibrosierung der Luftröhre,auf Grund traumatischer Einwirkungen,wie zum Beispiel nach Bissverletzungen oder dem verschlucken von Fremdkörpern zu beobachten. Eine Verengung der Luftröhre führt zunächst einmal zu sehr unagenehmen Behinderungen der Atmung bei der Belastung ihres Hundes,oder bei weiterer zunehmender Erkrankung auch in den Ruhephasen. Neben dem Gefühl der Luftnot bemerken die Besitzer ein Geräusch bei der Atmung ihres Hundes. Verursacht die Erkrankung keine oder nur geringe Beschwerden ist ein Eingriff nicht zwingend erforderlich, bei starken Beschwerden gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.


   
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